CES 2016: HTC Vive Pre offiziell vorgestellt

Von: Jonas / Am: / In: HTC Vive, News

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2016 könnte das Jahr der Virtual Reality werden. Zahlreiche Consumer-Produkte stehen vor der Markteinführung – so auch die HTC Vive. Mit der zweiten Developer Version Pre wurde auf der CES in Las Vegas sozusagen die Betaversion präsentiert. Die kommt mit zahlreichen Verbesserungen und neuen Features daher.

Als HTC im vergangenen Jahr auf dem Mobile World Congress in Barcelona seine Virtual-Reality-Lösung Vive vorstellte waren viele skeptisch. Was will ein angeschlagener Smartphone-Hersteller in der rudimentären VR-Nische, die nur für einen kleinen Nutzerkreis interessant ist? Doch spätestens als wir auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin selbst einen Blick auf das System und die beeindruckenden Demos werfen konnten, kam der bekannte Wow-Effekt. Nun hat HTC also die zweite Entwicklerversion vorgestellt, die deutliche Design- und Funktionsfortschritte aufzeigt und sehr nah an der finalen Version sein dürfte.

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Kernstück der Vive ist zweifelsohne das Headset. Hier hat HTC vor allem an Design und Tragekomfort gearbeitet. Das Gadget ist deutlich kompakter und das Befestigungssystem wurde verbessert. Schaumstoffpolster sorgen für eine besseren Anpassung an den Kopf und das Gesicht der Nutzer. Auch technisch hat sich einiges getan. So soll die Optik mittels helleren und schärferen Displays aufgebohrt worden sein. Eine neu integrierte Kamera ergänzt die virtuelle Realität zur “Augmented Reality”. Gegenstände wie etwa Tische oder Tassen können also in der virtuellen Welt integriert werden. Auch Gespräche mit anderen Personen, die sich im Raum befinden, sind dank Außen-Mikrofon möglich.

Entwicklungsfortschritte lassen sich auch an den beiden Controller-Sticks erkennen. Ein ergonomischeres Design, eine deutlich bessere Balance, Buttons mit rutschfester Struktur und Griffpolstern sorgen für eine bessere Handhabung. Eine Funktionserweiterung erfährt die Vive durch zweistufige Trigger sowie haptischem Feedback. Neue Informationen gab es auch in Sachen Stromversorgung. So sollen die Controller mit Lithium-Polymer-Akkus ausgestattet sein, die bis zu 4 Stunden Laufzeit bieten und per micro-USB aufgeladen werden können. Diese Probleme gilt es bei den Basisstationen nicht zu beachtet – sie benötigen eine Netzanbindung. Auch hier optimierte HTC Design, Größe und auch Lautstärke. Nicht zuletzt bieten die beiden Module ein verbessertes Tracking.

Mit der Vive forciert HTC auch die Entwicklung der gesamten VR-Branche. Von der Unterhaltungs- über Automobilindustrie und dem Einzelhandel bis hin zum Bildungssektor und Gesundheitswesen seien tausende von Entwicklern dabei Software zu entwerfen. So bringt Audi unter anderem eine virtuelle Einkaufswelt in seine Showrooms oder auch Dassault Système, die an einer neuartigen CAD-Software arbeiten. In Sachen Marktstart gab es auf der CES wenig Neues: Ende Februar startet die Vorbestellung, April dann schlussendlich die Auslieferung. Informationen zur Preisgestaltung stehen noch aus.

Was haltet ihr von dieser zweiten Entwicklerversion?

Quelle: Pressemitteilung

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