Das Handy für Dich: HTC U Ultra und Play offiziell vorgestellt

Von: Jonas / Am: / In: HTC U Play, HTC U Ultra, News

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Mit dem U Ultra und dem U Play hat HTC seine ersten beiden Smartphones für das Modelljahr 2017 vorgestellt. Die Geräte sollen den Start einer neuen Produktoffensive markieren, mit der die Taiwaner den Nutzer in den Mittelpunkt rücken und mit HTC Sense Companion eine eigene “Künstliche Intelligenz” an den Start bringen. Wir verraten euch, was die beiden Telefone so drauf haben.

HTC U Ultra: Potentes Phablet

Die erste Neuerung findet sich sowohl beim U Ultra als auch beim U Play im Design. Das Gehäuse besteht aus glänzendem Saphirglas, das die Telefone zwar in unterschiedlichen Blickwinkeln interessant aussehen lässt, aber sicher auch anfällig für unschöne Fingerabdrücke ist. Leider ist es nicht staub- und wasserdicht. Mit Abmessungen von 162 x 79,8, einer Dicke zwischen 3,6 und 7,99 mm und 170 g Masse liegt es doch massiv in der Hand. Grund dafür ist auch das opulente Display – oder besser die Displays. Denn erstmals setzen die Taiwaner auf eine Dual-Anzeige. Das SLCD5-Hauptpanel misst 5,7 Zoll und löst mit Quad HD, also 2.560 x 1.440 Pixel auf. Je nach Speichervariante wird es von Gorilla Glass 5 (64 GB) oder Saphir-Glas (128 GB) geschützt. Oberhalb findet sich ein 2 Zoll großes Info-Display mit einer Auflösung von 160 x 1.040 Pixel. Dort werden Informationen des HTC Sense Companion angezeigt. Dazu aber später mehr.

Unter der Haube steckt mit dem Quad-Core-Soc Snapdragon 821 von Qualcomm ein Exemplar aus dem letzten Modelljahr, der mit 2,15 GHz taktet. Der Arbeitsspeicher ist mit 4 GB zeitgemäß bemessen. Intern können wahlweise 64 oder 128 GB an Daten und Apps gespeichert werden. Per microSDXC-Karte kann das Volumen um bis zu 2TB erweitert und per Flex-Storage angebunden werden. In Sachen Kamera verwendet HTC ein verbessertes Modul des Vorjahres-Flaggschiffes 10. Sie löst mit 12 Megapixel auf und besitzt die Ultrapixel 2 Technologie mit einer Pixelgröße von lediglich 1,55 μm. Neben einem Laser-Autofokus, Phasen-Autofokus und optischer Bildstbilisierung besitzt das Linsensystem eine f/1.8-Blende. Videos können in 4K mit 3D-Audio in Hi-Res aufgezeichnet werden. Auch ein Zeitlupen-Modus mit 120 fps bei 720p-Auflösung ist selbstverständlich an Bord. Das Frontmodul löst sogar mit 16 Megapixel auf und bietet einen Ultraweitwinkel. Videos können hiermit in FullHD aufgezeichnet werden.

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Soundtechnisch verbaut HTC seine BoomSound-Lautsprecher in der Hi-Fi Edition, die die Hörmuschel für Höhen und einen zweiten Speaker auf der Unterseite für die Tiefen verwenden. Auf einen 3,5 mm Klinkenanschluss wird verzichtet, kabelgebunden gelangen per USB-C die Klänge in die Ohren. Mit USonic führen die Taiwaner eine neue Methode zur Anpassung des Sounds an den Hörer ein, die per Sensoren in den In-Ears funktioniert. Zur Audio-Aufnahme stehen vier Mikrofone zur Verfügung, die einen 3D-Sound aufzeichnen können. Sie unterstützen auch das Entsperren per biometrischer Stimmdaten. In Sachen Konnektivität besitzt das U Ultra neben LTE Cat 11, WLAN nach a/b/g/n/ac im 2,4 & 5 GHz Frequenzband auch Bluetooth 4.2 sowie GPS/GLONASS und NFC. Ein Fingerabdrucksensor unterhalb des Displays ermöglicht das schnelle manuelle Entsperren des Telefons. Mit 3.000 mAh ist die Akkukapazität nur durchschnittlich. Der Energiespender kann per QuickCharge 3.0 wieder aufgeladen werden.

Neues gibt’s vor allem bei der Software. Auf dem Phablet kommt Google Android 7.0 inklusive Sense UI zum Einsatz. Ein Teil davon ist nun mit Sense Companion eine neue künstliche Intelligenz, die Vorschläge zu aktuellen Terminen bringt und Tipps zu einem besseren und entspannteren Alltag gibt. Ein Beispiel: Der Zeitpunkt eines Termins wird mit Wetter- und Verkehrslage abgeglichen und so entsprechend benachrichtigt. Innerhalb der Nutzungszeit lernt die Software immer mehr über den Besitzer und gibt so immer bessere Vorschläge. Angezeigt werden die Informationen erstrangig auf dem Dual-Display in der rechten oberen Ecke. Die neue Technik hat allerdings auch ihren Preis: Mit 749 Euro ist die unverbindliche Preisempfehlung recht happig. Das U Ultra soll ab Ende Februar in den Farben Brilliant Black, Cosmetic Pink, Ice White und Sapphire Blue verfügbar sein.

HTC U Play: Verspielter, kleiner Bruder

Der kleine Bruder des U Ultra hört auf den Namen U Play und kommt mit kompakteren Abmaßen daher. Sie betragen 146 x 73 x 3,5-7,99 mm bei 145 g Masse. Das verbaute SLCD-Display misst 5,2 Zoll und löst mit FullHD, also 1.920 x 1.080 Pixel auf. Gegen Kratzer und Stöße wird es von Gorilla Glas geschützt. Den Rotstift hat HTC auch bei den unter der Haube verbauten Komponenten angesetzt. So werkelt der Helio P10 Octa-Core-Soc von MediaTek unter der Glashaube, der mit 2 GHz taktet. Der Arbeitsspeicher beträgt 3 GB. Für Daten und Apps stehen 32 GB interner Speicher zur Verfügung, die via microSDXC-Karte um bis zu 2 TB erweitert werden können.

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In Sachen Hauptkamera verzichtet HTC beim U Play auf die Ultrapixel-Technologie. Es kommt eine ‘normale’ 16 Megapixel-Kamera mit optischer Bildstabilisierung, Phasen-Autofaokus und f/2.0-Blende zum Einsatz. Bewegtbilder können lediglich in FullHD, also 1.920 x 1.080 Pixel aufgezeichnet werden. Die Frontkamera bietet mit 16 Megapixel die gleiche Auflösung wie das Rückmodul. Mit f/2.0 und 28 mm Brennweite besitzt es auch ein ähnliches Linsensystem. Soundtechnisch sind neben HTC BoomSound auch HTC USonic an Bord. Leider fehlt auch hier ein 3,5 mm Klinkenanschluss. Mobil kann wahlweise über LTE Cat 6 oder WLAN a/b/g/n/ac auf das Datennetz zugegriffen werden, auch Bluetooth 4.2, GPS/GLONASS und NFC ist an Bord.

Der Akku bietet eine etwas mickrige Kapazität von 2.500 mAh. Über den USB-C-Anschluss (2.0) kann das U Play mit 5V Spannung und 2A Ladestrom schnell geladen werden. Als Betriebssystem kommt Android in Version 6.0 inklusive HTC Sense zum Einsatz. Auch der HTC Sense Companion ist selbstverständlich vorinstalliert. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 449 Euro ist das U Play recht teuer. Verfügbar wird das Mittelklasse-Gerät ab Februar in den Farben Brilliant Black, Sapphire Blue, Ice White und Cosmetic Pink sein.

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Unser erstes Fazit: HTC beweist Mut

Eines kann man den beiden neue U-Geräten nicht vorwerfen: Sie sind kein Einheitsbrei und heben sich in ihrem verspiegeltem Design von der Konkurrenz ab. Auch mit dem Sense Companion machen die Taiwaner einen wichtigen Schritt in Sachen Smartphone-Interaktion. Allerdings müssen sich die Ingenieure Fragen gefallen lassen, warum man in Bereichen wie Akku und Prozessor – vor allem beim U Play – derart gegeizt hat und trotzdem Premium-Preise verlangt. Dem tollen Konzept (DU im Mittelpunkt) wird so Potential entzogen, was mögliche Interessenten vom Kauf abhalten könnte. Wir freuen uns natürlich trotzdem schon wie Bolle auf die Testgeräte und werden unsere Eindrücke natürlich zeitnah weitergeben.

Was haltet ihr von den beiden U-Geräten? Wie findet ihr das Glasgehäuse und was sagt ihr zum HTC Sense Companion?

Quelle: Pressemitteilung

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