Das war 2015: Tops und Flops aus der HTC-Welt

Von: Jonas / Am: / In: HTC, News

Langsam aber sicher neigt sich ein ereignisreiches Jahr 2015 dem Ende entgegen. Zeit also auf positive aber auch negative Entwicklungen in der HTC-Welt zurückzublicken. Wir haben unsere persönlichen Tops und Flops aus dem vergangenen Jahr zusammengetragen und geben einen ersten Ausblick auf 2016.

Top

HTC Vive
Eines der absoluten Highlights des Jahres 2015 war unserer Ansicht nach die Virtual Reality Brille Vive. HTC hat es bereits im frühen Entwicklungsstadium geschafft, eine noch nie dagewesene Immersion zu schaffen. Auf der IFA in Berlin hatten wir die Möglichkeit das System zu testen und waren mehr als verblüfft. Dank hochauflösenden Displays und blitzschnellem Trackingsystem mit Latenzen im Millisekunden-Bereich fühlt man sich wie in eine andere Welt versetzt. Aktuell sind hunderte Entwickler dabei entsprechende Inhalte für die HTC Vive zu coden. Im Januar sollen weitere 7.000 Exemplare verteilt werden. Wir dürfen uns also im April nächsten Jahres, wenn die VR-Brille (endlich) in den Handel kommt, auf tollen Content freuen. Was den Preis anbelangt, hält sich der Elektronikhersteller allerdings noch bedeckt.

HTC Vive

Hochauflösende Kameratechnik in One-Smartphones
Mit der Neuauflage der One-Serie im Jahr 2013 führte HTC die Ultrapixel-Technologie für die Premium-Telefone ein. Dabei sollten weniger größere Pixel für bessere Bilder sorgen. Doch in der Praxis enttäuscht das System und viele Nutzer waren mit der Bildqualität unzufrieden. Mit der dritten Generation, die im März als One M9* präsentiert wurde, kamen endlich wieder herkömmliche Megapixel-Kameras zum Einsatz. Aufnahmen waren und sind nun deutlich schärfer und farbtreuer. Dank RAW-Modus können Bilder gar unkomprimiert gespeichert und anschließend bearbeitet werden. Beim neuesten Metall-Boliden, dem One A9*, verbessert HTC nochmals die Bildstabilisierung und damit die Bildqualität. Neue Funktionen wie der Hyperlapse-Modus machen in den meisten Fällen eine dedizierte Digitalkamera obsolet. Hoffen wir, dass HTC diese Linie beibehält und beim kommenden One-Flaggschiff auf diesem Segment noch ein bisschen besser ist.

HTC One A9 Kamera

Verbesserte Updatepolitik
Große Schritte hat HTC auch in Sachen Updatepolitik vollzogen. Software-Aktualisierungen kommen deutlich schneller auf die Telefone als in den letzten Jahren. Innerhalb eines Zeitraums von 90 Tagen rollt der Hersteller Updates auf die Premium-Geräte der One-Serie aus, Desire-Smartphones der Mittelklasse werden anschließend versorgt. Sicherheitsrelevante Patches werden sogar für fast drei Jahre alte Telefone angepasst und ausgerollt. Weiter so!

Flop

Kein One Mini und One Max, immernoch kein Wearable Device
Während HTC in den letzten beiden Jahren die One-Serie mit Mini-Geräten erweitert hat, wurde dieses Jahr auf ein Release verzichtet. Grund für diese Entscheidung sollen die geringen Absatzzahlen in 2013 und 2014 gewesen sein. Doch gerade für Menschen, denen 5 Zoll Display-Diagonale zu groß sind, waren die kleineren Mini-Smartphones eine willkommene Alternative – den möglichen Erfolg sieht man ja bei Marktbegleiter Sony mit dem Z5 Compact. Gerne würden wir in 2016 also wieder Premium-Smartphones im 4,5- bis 4,7-Zoll-Format sehen.

20151229-HTC-One-mini-2-gestrichen-2V

Ähnlich sieht es mit dem One Max aus, das lediglich 2013 zum Portfolio zählte. Auch hier gibt HTC zu geringe Verkaufszahlen als Grund für die Einstellung an. Doch gerade für Phablet-Fans, deren Zahl sich in den letzten Monaten stark erhöht hat, dürfte das Max das perfekte Telefon gewesen sein. Ebenso größer wird die Fanschar der Wearable-Devices. Zwar erblickte auf dem Mobile World Congress in Barcelona die HTC Grip das Licht der Welt, allerdings lässt ein Marktstart auf sich warten. Wie aus Unternehmenskreisen zu hören war, fehlt für die Marktreife der große Durchbruch in Sachen Akku- sowie Displaytechnik. 2 Tage Laufzeit würde den Ansprüchen einer Smartwatch nicht genügen. Hoffentlich gelingt HTC auf diesem Gebiet im nächsten Jahr der erhoffte Erfolg.

Die große Desire-Schwemme
Auf dem Mittelklasse-Segment dagegen hat uns HTC regelrecht mit Telefonen überschwemmt. Insgesamt sieben neue Geräte (320, 516, 526G, 620, 626, 626G, 728G) präsentierte der Hersteller allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz – die zusätzlichen asiatischen Varianten außen vor. Hier würden wir uns eine klarere Positionierung und Abgrenzung der Geräte wünschen. Die Konfigurationen ähneln sich stark und so wird der Verbraucher zusätzlich verunsichert. Ein Beispiel sind die mit der Endung “G” gekennzeichneten Dual-SIM-Versionen des 626, die sich jedoch zusätzlich in etlichen anderen Komponenten unterscheidet.

20151229-HTC-Desire-626-3V

Kleinere Akkus
Auch in 2015 blieb HTC seiner Linie treu und verbaute etwas zu kleine Akkus in seinen Mobiltelefonen. Zwar vergrößerte sich die Kapazität beim Flaggschiff One M9 im Vergleich zum M8 (2.840mAh zu 2.600mAh), allerdings liegt man damit trotzdem hinter der Konkurrenz von Samsung, Sony, LG und Co zurück. Man kann nur hoffen, dass Google softwareseitig weiter an der Effizienz schraubt und die Smartphones dadurch eine längere Laufzeit erreichen. Neuer Tiefpunkt war das im Oktober vorgestellte One A9*, das lediglich 2.150mAh Akkuleistung bietet – auch wenn dadurch erst solche Design-Schmuckstücke möglich werden.

Wir sind schon einmal sehr gespannt was uns im Jahr 2016 erwarten wird. Doch erst einmal möchten wir uns für eure Treue und Diskussionsbereitschaft bedanken und euch einen guten Start in das neue Jahr wünschen. Bleibt senkrecht, sodass wir uns 2016 wieder an dieser Stelle lesen können!

Was waren eure persönlichen Highlights aus dem Modelljahr 2015? Was sollte HTC im Jahr 2016 verbessern?

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