HTC One A9: Erste Eindrücke des Oberklasse-Telefons

Von: Jonas / Am: / In: Ersteindruck, HTC One A9

HTC One A9 Frontseite

In der vergangenen Woche hat HTC mit dem One A9 seine Waffe für das diesjährige Weihnachtsgeschäft vorgestellt. Pünktlich zum Wochenende haben wir unser Testgerät in der Farbe Carbon Grey erhalten und wollen heute unsere Eindrücke der ersten Stunden im Praxiseinsatz mit euch teilen. Eines vorweg: Das Smartphone kommt mal wieder mit dem berühmten Wow-Effekt daher.

Werfen wir zu Beginn einen Blick auf die äußere Hülle, also das Design. Hier setzt HTC die eigene One-Linie konsequent fort: Runde Ecken und Kanten sowie ein mattes Aluminiumgehäuse, das aus einem Guss zu sein scheint, lassen das One A9 zu einem hochwertigen Stück Technik werden. Man mag das Gerät kaum wieder aus der Hand legen. (Kein Wunder also, dass Nutzer in die Smartphone-Abhängigkeit abdriften.) Dazu trägt auch die sehr gute Verarbeitungsqualität bei. Von Außen scheint das Unternehmen also ganze Arbeit geleistet zu haben.

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Doch wie sieht es im Inneren aus? Beim ersten Starten kann neben den persönlichen Daten auch der Fingerabdruckscanner, der sich auf der Frontseite unter dem Display befindet, eingerichtet werden – bis zu fünf Finger können konfiguriert werden. In den ersten beiden Testtagen funktionierte der Scanner sehr gut, war aber nicht vor der ein oder anderen Fehlerkennung gefeit. Wir werden das Ganze in den nächsten Tagen und Wochen näher beobachten.

Ist das Premium-Smartphone hochgefahren, begrüßt uns auf dem farbintensiven und sehr hellen 5 Zoll AMOLED-Display Googles neue Android-Distribution 6.0 Marshmallow sowie die bekannte Nutzeroberfläche Sense 7.0. Im Großen und Ganzen gibt es nur wenige Software-Anpassungen im Vergleich zu Android Lollipop. Etwas schade ist jedoch, dass die Benachrichtungsleiste das Stock-Android-Design besitzt und die Shortcuts nicht mehr nutzerspezifisch angepasst werden können. Im Übrigen gleicht das User Interface dem des Schwestergerät One M9 – der Newsstream Blinkfeed ist ebenso an Bord wie auch die Foto-App Zoe.

Einer der ersten Kritikpunkte bei der offiziellen Vorstellung war der vermeintlich schwache Snapdragon 617 Octa-Core-Prozessor von Qualcomm. In den ersten 48 Teststunden machte sich die Differenz zu den 800er-Modulen des Herstellers kaum bemerkbar. Aktuelle Games wie “Need For Speed: No Limits” laufen dank der Adreno 405 GPU flüssig. Auch die 2 GB Arbeitsspeicher sind im bisherigen Einsatz nicht an ihre Grenzen gekommen. Im AnTuTu-Benchmark erreichte das Telefon rund 41.500 Punkte und liegt damit etwas unter dem Wert des One M9. Etwas knapp bemessen ist allerdings der interne Speicher mit 16 GB. Obwohl nicht allzu viele Apps installiert wurden, stehen nach zwei Tagen Nutzung nur 6 GB zur freien Verfügung bereit.

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Kommen wir kurz zu den Multimedia-Features. Die 13 Megapixel-Kamera mit f/2.0-Blende ist meiner Meinung nach ein echtes Highlight des Telefons, denn dank HDR sowie RAW-Verbesserung lassen sich echt “brilliante” Ergebnisse erzielen. Hier verbaut HTC vermutlich das beste Modul, das je in Smartphones des taiwanischen Unternehmens zum Einsatz kam. Erste Aufnahmen sprechen auf jeden Fall für sich. Auch die Ultrapixel-Frontkamera schießt lichtstarke Bilder, die für den Selfieeinsatz vollkommen ausreichend sind. Die Hyperlapse-Videofunktion konnte ich bisher noch nicht ausprobieren. Ein entsprechendes Video dazu wie auch die angesprochenen Testfotos folgen im ausführlichen Test.

Etwas mau war beim ersten Ausprobieren die Klangqualität des Lautsprechers. Auch die Lautstärke hängt der von One-Geräten mit BoomSound-Stereolautsprechern hinterher. Richtig klasse ist die Qualität beim Nutzen von On- oder Over-Ear-Headphones. Hier macht sich der Hi-Res-Audio-Chip inklusive Dolby-Unterstützung deutlich bemerkbar. Zur Akkulaufzeit kann ich bisher noch keine genauen Angaben machen, da hierfür der bisherige Testzeitraum einfach zu kurz war. Akkus entfalten bekanntlich erst nach mehrmaligem Laden die volle Leistung. Eines ist allerdings sicher: Der Doze-Mode verrichtet des Nachts gute Arbeit und die Akkuleistung nimmt währenddessen kaum ab.

20151024-HTC-One-A9-Bottom

Soweit erst einmal der Wochenends-Ersteindruck des One A9. In den nächsten Tagen und Wochen werden wir das Gerät genauer unter die Lupe nehmen und in eine ausführlichen Bericht über unsere Erfahrungen schreiben. Bis dahin könnt ihr gern eure Fragen in den Kommentaren hinterlassen. Wir versuchen diese dann nach bestem Wissen im Testartikel zu beantworten.

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