HTC One A9s: Erste Eindrücke vom preiswerten Premiumgerät

Von: Jonas / Am: / In: News

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Pünktlich zur Internationalen Funkausstellung in Berlin hat der taiwanische Elektronikhersteller HTC das One A9s vorgestellt. Das neue Telefon der Taiwaner soll nicht etwa den Nachfolger des One A9 darstellen, sondern vielmehr die One Mini-Serie neu aufleben lassen. Wir haben uns das Mittelklasse-Smartphone im Rahmen der Elektronikmesse angeschaut und verraten euch unsere ersten Eindrücke.

HTC ist seit jeher für Zurückhaltung bekannt, wenn es um die Vorstellung neuer Smartphones geht. So auch beim One A9s. Ohne öffentlichkeitswirksame Presse-Veranstaltung haben die Taiwaner den neuesten Sprössling der Premiumserie One im Rahmen der IFA in der Bundeshauptstadt präsentiert. Dabei hätte das Gerät eine viel größere Aufmerksamkeit verdient, wie wir beim ersten Hands-On erfahren durften.

Von Außen stellt das Premium-Gerät eine gelungene Mixtur zwischen dem One A9 und dem aktuellen Flaggschiff HTC 10 dar. Das Metallgehäuse (leider kein Unibody) ist von Rundungen geprägt und fasst sich dadurch geschmeidig und hochwertig an. Trotzdem rutscht es nicht aus der Hand. Dafür sorgen auch die kompakten Ausmaße (146,49 x 71,5 x 7,99 mm) sowie das geringe Gewicht. Die Frontseite bestimmt ein 5 Zoll großes SLCD-Display, das allerdings lediglich mit HD (1280 x 720 Pixel) auflöst. Damit bietet es eine Pixeldichte von nicht mehr ganz zeitgemäßen 294 ppi. Das stört in der Praxis aber kaum, lediglich beim näheren Betrachten sind Pixel sichtbar.

Unter der Haube werkelt mit dem Helio P10 ein 64-Bit Octa-Core-Prozessor vom chinesischen Hersteller MediaTek mit einer Taktleistung von 2.0 GHz. Für eine flüssige Userexperience sorgen im deutschsprachigen Raum 3 GB Arbeitsspeicher (in Asien wird es eine Variante mit 2 GB RAM geben), der interne Speicher beträgt 32 GB. Sie sind per microSDXC-Karte um bis zu 2 TB erweiterbar.

20160901-HTCOneA9s-Kamera

Auf der Rückseite befindet sich ein 13 Megapixel auflösendes Kameramodul, das aus dem One A9 adaptiert ist und dessen Pixel 1,12 μm messen. Dank f/2.2-Blende gelingen auch bei ungünstigen Lichtbedingungen ordentliche Ergebnisse. Die Brennweite beträgt 28,3 mm, daraus resultiert ein Weitwinkel von 74,4°. Ein LED-Blitz unterstützt die Kamera bei nächtlichen Aufnahmen. Selbstverständlich spendiert HTC auch den Profimodus mit manueller Steuerung und Unterstützung des 12-Bit-RAW-Formats. Videos können lediglich in FullHD, also 1920 x 1080 Pixel sowie mit einer Framerate von 30 FPS aufgezeichnet werden.

Die Frontkamera löst mit 5 Megapixel auf, dessen Pixel ebenfalls eine Größe von 1,12 μm besitzen. Die Blende beträgt hier ƒ/2,8 und die Brennweite liegt bei 33,7 mm (65,3° Weitwinkel). Somit ist das Modul spürbar lichtschwächer und bietet einen einen geringeren Aufnahmewinkel als das Pendant auf der Rückseite. Videosequenzen können ebenfalls in FullHD, also 1920 x 1080 Pixel aufgezeichnet werden. Die Sparmaßnahmen zeigen sich auch bei den Lautsprechern. Zwar spendieren die Taiwaner das sogenannte BoomSound-Profil für Nutzer von externen Kopfhörern, allerdings fehlen wie auch beim Vorgänger die BoomSound-Speaker. Sie zeigen deutliche Schwächen gegenüber dem Flaggschiff HTC 10.

Apropos Schwäche: Darunter dürfte auch das Akkumodul zählen. Es bietet eine Kapazität von lediglich 2.300 mAh und dürfte damit trotz energiesparender Hard- und Software das Smartphone nicht länger als einen Tag mit Strom befeuern können. Dafür ist der Energiespeicher dank Schnellladung per 5V/1,5A-Netzteil innerhalb kurzer Zeit wieder bei 100%. Für die Verbindung nach Außen beinhaltet das HTC One A9s ein LTE Cat6-Modul (Download: bis zu 300 Mbit/s, Upload: bis zu 50 Mbit/s) sowie WLAN nach 802.11 a/b/g/n (2,4 & 5 GHz). Über Bluetooth 4.2 können weitere Kabellos-Gadgets verbunden werden. Zum Entsperren steht auf der Unterseite ein Fingerprint-Sensor zur Verfügung.

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Als Betriebssystem kommt Android in der Version 6.0 “Marshmallow” zum Einsatz. Ein Upgrade auf 7.0 Nougat ist in 2017 vorgesehen. Das System wird wie üblich um die HTC-eigene Nutzeroberfläche Sense ergänzt und bietet damit neben dem Newsstream Blinkfeed auch die HTC Themes mit umfassenden Personalisierungsmöglichkeiten. Das One A9s wird in den Farben Cast Iron und Aqua Silver pünktlich zum Weihnachtsgeschäft im vierten Quartal in den Läden zu haben sein. Eine goldene Variante soll zeitnah folgen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt angesichts des ansprechenden Gesamtpaketes bei durchaus fairen 299 Euro.

Unser Eindruck des Preisbrechers ist durchaus positiv: HTC hat so an der Kostenschraube gedreht, dass man es kaum zu merken vermocht. Das Gerät ist fix, leistet sich zu keiner Zeit Hänger oder Gedenksekunden. Alle, die für ein hochwertig anmutendes Handset wenig Geld ausgeben möchten und dabei bereit sind Kompromisse einzugehen, sind mit dem neuen One A9s richtig bedient.

Was haltet ihr vom neuen HTC One A9s?

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