HTC One mini 2: Premium-Ableger im Test

Von: Jonas / Am: / In: HTC One mini 2, Testberichte

HTC One mini 2 Front

In nicht einmal 8 Wochen steht Weihnachten vor der Tür und wir zerbrechen uns wieder einmal den Kopf, was wir unseren Liebsten (oder gar uns selbst) schenken. Wie wäre es mit einem neuen Smartphone? Neben dem One (M8) hat der taiwanische Hersteller HTC in seiner Premiumserie das leicht abgespeckte One mini 2 auf den Markt gebracht. Doch wie schlägt sich das Gerät im Alltag und lohnt sich der Kauf? Wir haben uns das Smartphone angeschaut.

Design und Verarbeitung

HTC One mini 2 Back

Seit letztem Jahr zeichnet HTCs Premium-Serie One vor allem eines aus: Der Aluminium-Unibody. Und auch in der zweiten Auflage des One mini bleiben die Taiwaner dieser Linie treu und spendieren ein hochwertig anmutendes Gehäuse. Unsere Testvariante kam dabei mit gebürsteten Aluminium daher. Im Vergleich zum Vorgänger ist die Haptik deutlich griffiger und somit praktischer geworden. Die Ausmaße legen in allen Belangen etwas nach. 137,4mm Länge, 65mm Breite und 10,6mm Dicke sprechen eine eindeutige Sprache (vgl. One mini: 132 x 63 x 9,2mm). Damit ähneln die Maße denen des letztjährigen Flaggschiff-Gerätes HTC One (M7) (!). Auch die Hosentasche wird mit 137g um 15g mehr belastet. Neben dem Design und der Haptik ist auch die Verarbeitung erstklassig und bekommt von uns ein dickes, fettes Lob.

Display

Auch HTC folgt dem Trend der immer größer werdenden Displays. War in der ersten Version des One mini noch ein 4,3 Zoll-Panel verbaut, kommt im 2014er Modell ein 4,5 Zoll SLCD2-Screen zum Einsatz. Die Auflösung beträgt 720p (HD). Damit errechnet sich ein guter Wert für die Pixeldichte von 317 ppi. Die Blickwinkelstabilität geht in Ordnung und auch die Helligkeit ist mehr als ausreichend. Einzig bei starker Sonneneinstrahlung stößt das Display an seine technischen Grenzen.

Performance und Speicher

HTC One mini 2 AnTuTu

Im Inneren des HTC One mini 2* werkelt der aus dem Desire 816 bekannte QUALCOMM Snapdragon 400 Quad-Core-SoC, der mit einer Taktrate von 1,2 GHz arbeitet. Der Arbeitsspeicher beträgt meiner Meinung nach magere 1 GB, die das Gerät allerdings flüssig durch anstehende Aufgaben begleitet. Trotz allem macht sich vor allem im AnTuTu Benchmark bemerkbar, dass HTC hier nicht die allerbesten Komponenten verbaut: Insgesamt 18.543 Punkte erreicht das Smartphone. Kein ganz schlechter Wert, jedoch liegt es damit deutlich hinter dem Mittelklasse-Phone Desire 816 (21.325 Punkte).

Im Alltag lässt sich dieser mittelmäßige Wert allerdings nicht bestätigen. Ohne Ruckeln und Hänger navigiert man zwischen den Menüs, Apps starten schnell und laufen flüssig. Selbst aufwändige 3D-Anwendungen wie Fifa 15 stellen kein Problem dar, sind allerdings aufgrund der 11,4cm Bilddiagonale schlecht zu steuern. Für Apps und Daten stehen insgesamt 16 GB zur Verfügung, die via microSDXC um bis zu 128 GB erweitert werden können.

Kamera

HTC One mini 2 Kamera

Eine Überraschung gibt es beim Blick auf bzw. in die Kamera, denn HTC setzt hier nicht auf die Ultrapixel-Technologie, sondern auf “herkömmliche” 13 Megapixel mit f/2.2-Blende. Das Modul ist aus dem Desire 816 adaptiert und liefert dementsprechend schöne Ergebnisse. Videos können in 1080p, also FullHD aufgezeichnet werden. Die Frontkamera löst mit 5 Megapixeln auf – scharfen Selfies steht also nichts im Wege. Auch dieses Kameramodul ermöglicht Videoaufnahmen in FullHD. Ein Bild von der Qualität könnt ihr euch in den folgenden Aufnahmen machen.

 

Die Kamera-App ist übersichtlich, bietet allerdings unter der Haube einige Einstellungsmöglichkeiten. So gibt es erstmals einen manuellen Modus, mit dem Verschlusszeit und Belichtung individuell eingestellt werden können. Auch ISO-Wert und Fokuspunkt kann vom Nutzer festgelegt werden. Ein HDR-Modus ermöglicht farbdynamische Aufnahmen. Ob man diese Spielereien nun braucht, sei dahingestellt.

Sound

HTC One mini 2 Boomsound

Kommen wir zu einer weiteren Stärke des taiwanischen Smartphone-Herstellers HTC, den Lautsprechern. Verbaut sind nämlich die allseits bekannten BoomSound-Stereolautsprecher, die jeweils oben und unten das Gerät schmücken. Der Klang ist für ein Smartphone dieser Größe echt klasse – auch wenn, anders als beim Vorgänger, keine Beats Audio-Unterstützung dabei ist. Der neu integrierte Verstärker ermöglicht eine noch bessere und lautere Wiedergabe der Audiodateien.

Funk und Konnektivität

Doch was nützen diese ganzen Funktionen, wenn man sein Mobilgerät nicht mit dem Internet verbinden kann, um etwa Apps oder Daten zu laden? Genau, nichts. Aus diesem Grund setzt HTC im One mini 2* auf neueste Funkstandards und so kommt unter anderem LTE Cat 4 zum Einsatz. Die WLAN Standards a/b/g/n stehen sowohl im Frequenzbereich von 2,4 GHz als auch im 5 GHz-Bereich zur Verfügung. Im Test war die Reichweite des WLAN-Empfangs sehr gut. Stromsparendes Verbinden mit Funkgadgets ist über Bluetooth 4.0 inkl. aptX-Audiostandard möglich. Wer es lieber kabelgebunden mag, kann auch ein Headset mit 3,5mm Klinkenanschluss verwenden. Der Anschluss dafür befindet sich wie beim Vorgänger auf der Oberseite des Gerätes. Des Weiteren ist NFC an Bord. Leider fehlt der aus dem großen Bruder bekannte Infrarotsensor.

Akku

Die Frage nach der Akkulaufzeit treibt den meisten Smartphone-Herstellern den Schweiß auf die Stirn. Zwar sind die Energiedichten in den letzten Jahren beträchtlich gestiegen, der “Stein der Weisen” wurde aber noch nicht gefunden. Und so bietet auch das HTC One mini 2 eine eher durchschnittliche Leistung. Im Inneren ist ein 2.100 mAh starkes Modul fest verbaut, das einen langen Arbeitstag problemlos übersteht. Zwei Tage sind schon schwieriger. Da muss dann auf den “Extremen Energiesparmodus” zurückgegriffen werden, der sämtliche Verbindungen und Synchronisationsaufgaben kappt und sich nur noch in der aktiven Zeit mit dem mobilen Internet verbindet. Sicher nicht schlecht, aber im Alltag wirklich eine reine Notlösung.

Software

HTC One mini 2 Startscreen

Bei der Software bleiben die Taiwaner Google treu und setzen weiterhin auf das Android Betriebssystem. Es kommt in der Version 4.4.2 zum Einsatz, verfeinert mit HTC Sense 6.0. Ein Update auf die aktuelle Version 4.4.4 ist nicht vorgesehen, im nächsten Jahr soll direkt auf Android 5.0 Lollipop aktualisiert werden. Anders als beim Vorgänger gibt es keine Softkeys, sondern nur Softwarekeys, die direkt auf dem Display angezeigt werden. Damit kommt auch HTC den neuen Googlerestriktionen nach. Die Nutzeroberfläche ist wie gewohnt intuitiv gestaltet und Smartphone-Anfänger kommen schnell zurecht. Trotzdem finden auch eingesessene Androidfans ihre gewohnte Funktionsvielfalt und Anpassbarkeit wieder. Wie auch bei allen aktuellen HTC-Smartphones ist der Newsstream Blinkfeed integriert, der direkt auf dem Startbildschirm aktuelle Nachrichten und Posts von Freunden aus sozialen Netzwerken anzeigt.

Fazit

Mit dem One mini 2* hat HTC ein solides Smartphone für seine Premiumserie auf den Markt gebracht. Das Design gefällt und die gewählten Materialien sind das hochwertigste was es für diese Preisklasse auf dem Markt gibt. Auch Kamera überzeugt und kann der des großen Bruder durchaus Konkurrenz machen. Leider sind die verbauten Komponenten mehr Durchschnitt als High-End. Schade. Trotz allem ist das Smartphone für den aktuellen Kaufpreis von 350 Euro* ein tolles Stück Technik und meines Erachtens das schönste “Mini”-Gerät im aktuellen Modelljahr 2014.

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Wie gefällt euch das HTC One mini 2 – sind die verbauten Komponenten ausreichend oder sollte auch im Mini-Gerät Maxi-Hardware stecken?

 

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