HTC Vive Pro ab 5. April für 879 Euro verfügbar

Von: Jonas / Am: / In: Hands-On, HTC Vive

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Gute Nachrichten für alle VR-Fans: Die auf der CES in Las Vegas vorgestellte Weiterentwicklung HTC Vive Pro ist ab 5. April in Deutschland verfügbar. Bestellungen können ab sofort aufgegeben werden. Im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona konnte ich die verbesserte VR-Brille ausprobieren und teile meine Eindrücke.

Neue VR-Brille preiswerter als vermutet

Schärfere Displays, Kopfhörer und eine Funk-Option: Als der Elektronikhersteller Anfang des Jahres seine neue VR-Brille HTC Vive Pro vorstellte, war die Fangemeinde schier außer sich. HTC hatte tatsächlich an den größten Kritikpunkten gearbeitet und das vielleicht beste Head Mounted Display (kurz HMD) präsentiert. Unklar blieb allerdings der Preis.

Nun hat das Unternehmen die offizielle Webseite zur Vorbestellung freigeschaltet und damit auch den Kaufpreis veröffentlicht. Für das neue Gadget werden 879 Euro fällig. Das ist natürlich kein Schnäppchen, allerdings preiswerter als ich anfangs vermutet habe. Die ersten Geräte sollen schon ab 5. April ausgeliefert werden. Im Paket befindet sich dann auch ein sechs monatiges Viveport-Abonnement. Käufer können sich also monatlich bis zu fünf der mehr als 400 verfügbaren Titel auswählen und zocken. Insgesamt unterstützen aktuell rund 3.000 Titel die VR-Brille.

Bessere Auflösung macht sich im Test deutlich bemerkbar

Auf dem Mobile World Congress Ende Februar hatte ich die Möglichkeit das VR-Gadget auszuprobieren. Die erste Demo bestand aus einer Fußballsimulation. Zusätzlich zur Brille mussten spezielle Schienbeinschoner und Sportschuhe mit den Vive-Sensoren getragen werden. Nach einer kurzen Einweisung galt es die aus mehreren Richtungen zu fliegenden Bälle in die angezeigten Tore zu schießen. Klingt in der Theorie einfach, stellte sich in der Praxis allerdings als echte Challenge heraus. Und das, obwohl die Beine originalgetreu in das Spiel übertragen und sich in Echtzeit ohne spürbare Latenz bewegten.

Beeindruckend war die realistische Ballphysik. Gemeinsam mit dem hochauflösenden Displays fühlte man sich wie direkt auf dem Platz. Kein Wunder also, dass Mannschaften wie Manchester United die Software einsetzen, um verletzte Spieler wieder Gefühl für den Ball zu vermitteln. Der Ehrgeiz wurde geweckt und so legte ich mich so sehr ins Zeug, dass ich mir zuerst kaum spürbar das Außenband leicht dehnte. In Verbindung mit den langen Messewegen nicht das beste Handicap.

Bei einer Ballonfahrt zeigte die HTC Vive Pro ihr Potential.

Ballonfahrt über dem Grand Canyon mit Wow-Effekt

Als zweite Demo durfte ich eine vorgerenderte Ballonfahrt durch den Grand Canyon absolvieren. Der Clou hierbei: Man stieg vor Antritt der Reise in den Korb eines echten Heißluftballons. Ein Zug an den realen Ventilen des Gasbrenners ließ die Simulation starten und man wurde an einer Seilwinde einige Zentimeter nach oben gezogen. Ventilatoren und das leichte Schaukeln des Korbes vermittelten ein beeindruckendes Fluggefühl.

Ich konnte mich frei im Korb bewegen und den Rand des Korbes sowohl real als auch virtuell berühren. Eine fantastische Illusion. Auch die variierende Geschwindigkeit und das knappe Überfliegen von Klippen sorgte für Gänsehautmomente, die den Atem stocken ließen. Höhenangst sollte deshalb man besser nicht haben. Auch hier machten sich die nicht spürbaren Latenzen in der Übertragung der realen in die digitale Welt bemerkbar. Und das in Verbindung mit dem neuen Kabellos-Addon.

Fazit HTC Vive Pro: Beeindruckendes Upgrade mit Gänsehautfaktor

Als ich 2016 im Rahmen der IFA in Berlin die erste HTC Vive ausprobieren durfte, war ich hin und weg vom neuen VR-Erlebnis. Doch dabei fiel auch die mittelmäßige Auflösung und die fehlende Audio-Option ins Auge. Mit der neuen Vive Pro merzt HTC diese Kritikpunkte nahezu aus. Die neuen Anzeigen mit einer Auflösung von 2.880 x 1.600 Pixel sorgen für die perfekte Illusion. Auch die neuen Kopfhörer steigern den Immersionsgrad spürbar.

Allerdings ist durch die gestiegene Auflösung auch ein leistungsstärkerer PC von nöten, der die Daten in schnell und in Echtzeit aufbereitet. Ein aktueller i7-Prozessor sowie GTX-Grafikkarte sollte schon im Rechenknecht verbaut sein. Wer also nicht die neueste Hardware daheim stehen hat, sollte zusätzlich zum Kaufpreis der Vive Pro noch einmal rund 1.500 Euro für einen neuen Rechner einplanen.

Nennt ihr bereits eine HTC Vive euer Eigen und wie zufrieden seid ihr mit dem Gadget?

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