Jabra Solemate Max: Bringt maximale Größe auch maximalen Sound?

Von: Jonas / Am: / In: Testberichte, Zubehör

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Immer mehr Hersteller versuchen auf dem boomenden Markt der mobilen Lautsprecher Fuß zu fassen. Jabra nimmt die Sache mit dem Fuß sehr wörtlich und ist seit geraumer Zeit unter anderem mit der Solemate Max am Start, die als Besonderheit eine gummierte Sohle besitzt. Doch bietet das Gadget bei den monströsen Ausmaßen auch maximalen Sound? Wir haben es in den letzten Wochen versucht herauszufinden.

Verpackung und Lieferumfang

Die Verpackung der Solemate Max von Jabra kommt schlicht und kompakt daher. Hervorzuheben wäre einzig der Tragegriff auf der Karton-Oberseite. Im Inneren findet sich der opulente Bluetooth-Lautsprecher sowie ein MicroUSB-Kabel, ein Netzteil, das sowohl in der EU als auch in den USA genutzt werden kann, und eine Kurzanleitung zum schnellen Starten des im Großen und Ganzen selbsterklärenden Gadgets. In der “Sohle” des Geräts versteckt sich des Weiteren ein 3,5mm-Klinkenkabel. Für meinen Geschmack sind die beigelegten Leitungen allesamt etwas kurz – aber das ist wohl der Trend der Zeit.

Design und Verarbeitung

In Sachen Design wagt der dänische Audio-Experte wenige Experimente, die Solemate Max kommt in funktionaler Quaderform daher. Auf der Frontseite befinden sich vier Sound-Muscheln. Jeweils zwei für hohe sowie für mittlere bis tiefe Frequenzen. Die Rückseite ziert ein großflächiger passiver Tieftöner für die Bässe. Wie bereits erwähnt besteht die Unterseite aus einer gummierten Sohle, die austauschbar ist und platzsparend ein Klinkenkabel beherbergt. Für den Transport integriert Jabra einen Tragehenkel auf der linken Seite des Speakers.

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Anschlüsse für USB- sowie Klinkenkabel als auch On/Off-Schieber (der im Übrigen ziemlich fummelig ist) und Kontroll-Anzeigen für Bluetooth und Akku finden sich auf der rechten Seite. Schnelles Pairen kann über NFC realisiert werden. Ein besonderes Schmankerl ist ein USB-Typ-A-Steckplatz zum Laden des Smartphones – das bietet kaum ein Hersteller. Auf der Oberseite finden sich die Funktionstasten zur Steuerung der Lautstärke sowie zum Abspielen, Pausieren oder auch Skippen der Smartphone-Musik.

Nichts zu meckern gibt’s bei der Verarbeitung. Als Material findet zum Großteil Silikon Anwendung, wobei die Sound-Muscheln hinter einem Metallgitter versteckt sind. So ist die Jabra Solemate Max stoß-, staub- und spritzwasserfest. Neben den großen Ausmaßen (L 302 x B 102 x H 138 mm) ist jedoch das hohe Gewicht für den mobilen Outdoor-Einsatz von Nachteil: Ganze 3 Kilogramm bringt das Gerät auf die Waage. Für den Transport auf weiten Strecken zu Fuß oder per Fahrrad eignet sich die Solemate Max also nur bedingt. Interessenten können sich zwischen den Farben schwarz, grau, weiß sowie blau, gelb und rot entscheiden.

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Bedienung und Klangqualität

Die erste Kopplung des Smartphones über Bluetooth ist schnell vollzogen: Schalter auf “Bluetooth-Pairing” schieben und auf dem Telefon nach Geräten suchen. Am schnellsten geht das Ganze jedoch über Near Field Communication (NFC) – ein Antippen des Mobilgeräts an die Solemate Max reicht und das Abspielgerät wird gefunden. Einem ersten Musikvergnügen steht dann nichts mehr im Wege. Wie von Jabra-Lautsprechern bekannt, gibt’s im Play Store allerdings noch eine umfangreiche Companion-App “Jabra Sound”. Unter anderem können dann ein Equalizer genutzt und Songs mit Dolby Audio ausgegeben werden. Da wir bereits einige Produkte vom dänischen Audio-Experten im Test hatten, will ich nicht noch einmal explizit auf die Funktionsweise eingehen.

Jabra Sound-App

Will man zwischen die Lautstärke ändern oder zwischen den einzelnen Songs wechseln, so können die Funktionstasten an der Solemate Max genutzt werden. Leider funktioniert das nur bei kabelloser Verbindung – nutzt man das beigelegte 3,5mm-Klinkenkabel sind die Buttons inaktiv. Durch das integrierte Mikrofon kann der Lautsprecher auch als Freisprecher genutzt werden. Das funktioniert selbst bei einer Entfernung von mehreren Metern sehr gut.

Doch wie steht es bei diesem Monstrum an mobilem Lautsprecher eigentlich um die Klangqualität? Jabra ist für gute Audio-Produkte zum vergleichsweise geringen Preis bekannt. Und auch bei der Solemate Max liefern die Dänen ordentlich ab – wenngleich ich mir bei der Größe einen Ticken mehr erwartet hätte. Trotz Dolby-Unterstützung kommt mir der Sound hin und wieder etwas “flach” vor. Die Bässe sind weniger präsent als bei den weitaus kleineren Geräten wie dem Fugoo Speaker. Auch die Höhen könnten etwas mehr Glanz vertragen. Schade.

Die ausladenden Maße des Speakers kommen unter anderem der Lautstärke zu Gute: Bis zu 110 dB sind möglich. Auch die Akkulaufzeit profitiert vom Bauraum. Im Body des Gerätes ist ein Modul mit 6.600 mAh integriert, das eine Laufzeit von bis zu 14 Stunden ermöglicht. In der Praxis konnte ich 12 Stunden durchaus erreichen. Der Wert verringert sich selbstverständlich, wenn man von der USB-Ladefunktion des Smartphones Gebrauch macht. Per Fingertipp auf den Info-Button auf der Oberseite kann der Akkuzustand abgerufen werden. Leider gibt’s keine Prozentangaben, sondern nur schwammige Wortmeldungen à la “battery medium”. Das vollständige Laden des Speaker-Akkus dauert rund zwei Stunden.

Fazit

Mit der Solemate Max* wirft Jabra ein echtes Schwergewicht in den Speaker-Ring. Die inneren Werte können überzeugen: 90 Watt Verstärkerleistung, ca. 12 Stunden Akkulaufzeit und eine Smartphone-Ladefunktion sind Argumente für den hochwertigen Lautsprecher. Auch Outdoor kann die Solemate Max ohne Probleme eingesetzt werden. Die vier Hauptlautsprecher plus Bassverstärker verrichten dabei einen ordentlichen Job: Die Soundqualität stimmt, auch wenn sie nicht das Nonplusultra ist.

Leider verbieten Abmaße und Gewicht einen langen Transport zu Fuß oder per Fahrrad. Der Preis liegt mit derzeit 219 Euro auf Amazon* gerade noch im Rahmen. Wer also auf der Suche nach einem stationären, voluminösen Klangkörper ist, kann zugreifen. Alle anderen sollten vielleicht einen Blick auf die kleine Schwester Jabra Solemate* werfen, die momentan bei Amazon bereits ab 100 Euro* zu haben ist.

Was haltet ihr vom Bluetooth-Speaker-Boom – besitzt ihr bereits ein entsprechendes Gadget?

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